Zeitschriftenlektüre und Diversität. Schriftenreihe

Zeitschriftenlektüre und Diversität

Eine neue Studie der Stiftung Lesen zeigt: Zeitschriften öffnen besonders lesefernen Jugendlichen eine Tür zum Lesen

Die Studie untersucht die Wirksamkeit des Projekts „Zeitschriften in die Schulen“ bei Schüler/innen, die aufgrund von sozialer Situation oder Migrationshintergrund bildungsbenachteiligt sind.

Mit dem Projekt stellen Stiftung Lesen und Stiftung Presse-Grosso bundesweit in allen Schularten Zeitschriftenpakete zur Verfügung, die als Unterrichtsmaterialien, aber auch als private Lektüre der Schüler/innen genutzt werden können.

Die wissenschaftliche Begleitstudie in 19 Hauptschulen untersuchte, welche Effekte der Umgang mit den Zeitschriften auf die Vorstellungen der Jugendlichen vom Lesen, ihre Lesemotivation und Lesefreude besitzt.


Die Studie zeigt:

  • 80 Prozent der Schüler/innen fanden das Zeitschriftenprojekt gut oder sehr gut. Die hohe Akzeptanz spricht für ein hohes Wirkpotential der Zeitschriften.
  • Zeitschriften verändern das Lese-Image besonders leseferner Schüler/innen positiv. Vorbehalte, die vielen Jugendlichen den Zugang zum Lesen erschweren, werden relativiert, u. a. weil die einseitige und oft negativ besetzte gedankliche Verknüpfung des Lesens mit dem Medium Buch aufgehoben wird.
  • Zeitschriften motivieren besonders leseferne Schüler/innen zum Lesen.
  • Zeitschriften wirken dem starken Rückgang von Lesemotivation und Lesefreude, der bei vielen Jugendlichen mit der Pubertät einsetzt, entgegen. In den untersuchten Klassen, die an „Zeitschriften in die Schulen“ teilnehmen, zeigte sich dieser Rückgang deutlich schwächer oder gar nicht.

Die Untersuchung wurde vom Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Stiftung Presse-Grosso finanziert. Die Publikation ist gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei der Stiftung Lesen erhältlich und kann hier bestellt werden.