Internationaler Tag der Bildung: Stand in Deutschland und warum Lesen so wichtig ist

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In einer Schulklasse sitzen mehrere Jungen und Mädchen. An der Tafel steht eine Lehrkraft. Das mittig abgebildete Mädchen meldet sich.

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Statement – Der UNESCO Internationalen Tag der Bildung macht jedes Jahr auf den Stand und die Rolle der Bildung aufmerksam. Gerade für eine gute und umfassende Bildung ist Lesen eine echte Schlüsselkompetenz. Denn ohne diese Basisfertigkeit können Kinder und junge Menschen sich kein Wissen aneignen. Wie also steht es um diese Grundlage und was muss getan werden, um die Lesekompetenz langfristig zu verbessern?

Die Lage in Zahlen und Fakten – vom Vorlesen zum Schulabschluss

Aktuelle Zahlen zeigen, dass es um das Lesen in Deutschland schlecht bestellt ist. Die Kette beginnt beim Vorlesen, da hier wichtige Grundlagen vermittelt werden. 37 Prozent der 1-8-jährigen Kinder bekommen von ihren Eltern nicht oder nur selten vorgelesen. Dadurch fehlen ihnen wichtige Anstöße, die das Lesenlernen später vereinfachen. Das betrifft etwa 2,4 Millionen Kinder, die so mit einem großen Nachteil in ihre Schullaufbahn starten (Vorlesemonitor 2023). Und das hat Folgen. Jedes vierte Kind verlässt die Grundschule ohne ausreichende Lesekompetenz (IGLU 2021). Ein ähnlicher Anteil an jungen Menschen kann auch mit 15 Jahren noch nicht gut lesen (PISA 2022). Die Folgen sind drastisch: 47.500 Schülerinnen und Schüler verlassen jedes Jahr die Schule ohne Bildungsabschluss (Bertelsmann Stiftung 2021). Auch wenn die Studien unabhängig voneinander durchgeführt worden sind, zeigen sie doch auf, wie sich Schwierigkeiten im Lesen durch das gesamte Bildungsleben hindurch bis ins Erwachsenenalter hinein verfestigen. Wir müssen Bildung und konkret Leseförderung als lebenslange Aufgabe verstehen, bei der Familien, Bildungsinstitutionen und Gesellschaft Hand in Hand zusammenarbeiten.

Wir haben viel zu tun

Die Zahlen legen drei konkrete Ziele nahe: Wir müssen mehr Eltern zum Vorlesen ermutigen. Wir müssen mehr Angebote und Unterstützung in der Sprach- und Leseförderung in Kitas und Schulen schaffen. Wir müssen uns als Gesellschaft engagieren und Kinder mit Vorlesen sowie beim Lesenlernen unterstützen. Im Nationalen Lesepakt, den die Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen hat, setzen sich zahlreiche Partnerinnen und Partner genau für diese Säulen der Leseförderung ein. Mittlerweile engagieren sich über 180 Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft – und noch viele weitere sollen folgen.

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Kontakt

Mareike Bier

PR und Kommunikationsmanagerin

Tel.: 06131 28890-36

mareike.bier@stiftunglesen.de

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