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Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis

Auszeichnungen für Beiträge über die Informations- und Wissensgesellschaft

Der Preis ist benannt nach dem 2000 verstorbenen Gründer und langjährigen Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung in Essen Dietrich Oppenberg, der als einer der wichtigsten Förderer einer modernen Zeitungs- und Lesekultur und des publizistischen Nachwuchses in Deutschland gilt.

Seit über 15 Jahren würdigen die Stiftung Lesen und die Stiftung Presse-Haus NRZ mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis Beiträge, die die sich ändernden Rahmenbedingungen in der modernen Informations- und Wissensgesellschaft reflektieren und dem Lesen im öffentlichen Bewusstsein Raum geben.

17.11.2010

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2010

Feierliche Preisverleihung am 17.11. in München

17.11.2010 - München - Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2010 ©Stiftung Lesen/Bildschön

Ein authentisches Porträt eines leidenschaftlichen Lesers, der seine Leidenschaft nicht zur Schau stellt – sich aber zu ihr bekennt“. So urteilte die Preisjury über eine Reportage des Sportjournalisten Ronald Reng (40) über den renommierten Fußballspieler Thomas Hitzlsperger (28). Für den in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Text „In der Tiefe des Bücherraums. Wie der Profi-Fußballer Thomas Hitzlsperger mit Anfang 20 die Welt auf Papier entdeckte“ wurden jetzt in München beide Mitwirkende mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen und der Stiftung Presse-Haus NRZ geehrt. Der Preis würdigt herausragende journalistische Beiträge zum Thema Lesekultur. Der in Barcelona lebende Autor Reng, nahm den mit 2.500 Euro dotierten Ersten Preis der Auszeichnung entgegen. Der im Text porträtierte Hitzlsperger, derzeit verletzungsbedingt in einer Reha-Klinik und daher bei der Preisverleihung nicht anwesend, wurde für seine „herausragende Leistung als ,Botschafter des Lesens“ mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert.


Für seinen Beitrag „Ein Monat mit dem Buchdings“ erhielt der bei Mainz lebende Journalist und Autor Alexander Wasner (45) den mit 1.500 Euro dotierten zweiten Preis des Dietrich Oppenberg-Medienpreises 2010. Als Literatur-Redakteur des SWR protokollierte er seine Leseerfahrungen mit einem E-Book von Sony, sein laut Jury „herausragender Beitrag zur gegenwärtigen Lesekultur“ erschien in „Die Unverschämte Gegenwart“, Jahrbuch für Literatur 15 (Brandes und Apsel). Der mit 1000,- Euro dotierte dritte Preis ging an Roman Pletter (30) für seinen in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschienenen Beitrag „Ein Land verlernt das Lesen“. Der jetzt als leitender Redakteur des Handelsblatt in Düsseldorf lebende Autor hat nach Auskunft der Jury in seiner Reportage ein „außergewöhnlich facettenreiches Bild der Lesekultur in Deutschland“ entworfen.

„Die Medien können der Lesekultur wichtige Impulse vermitteln und damit die klassische Bildungsarbeit, etwa in der Schule, maßgeblich unterstützen,“ betonte Dr. Marcel Huber, Bayerischer Staatssekretär für Unterricht und Kultus, als diesjähriger Vertreter der Kultusministerkonferenz (KMK) die bildungspolitische Bedeutung journalistischen Engagements für das Thema „Lesen“. Von Seiten der Initiatoren würdigten Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ und Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung, und Rolf Pitsch, Vor-standsvorsitzender der Stiftung Lesen und Geschäftsführender Direktor des Borromäusvereins e.V., die Leistung der Preisträger.

(von links nach rechts: Rolf Pitsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lesen und Geschäftsführender Direktor des Borromäusvereins e. V.; 2. Platzierter Autor Alexander Wasner; 1. Platzierter Sportjournalisten Ronald Reng; 3. Platzierter Autor Roman Pletter; Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ und Herausgeber der NRZ Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung; Dr. Marcel Huber, Bayerischer Staatssekretär für Unterricht und Kultus)

11.11.2009

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2009

Der Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2009

30.11.2009 - Schwerin - Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2009 ©Stiftung Lesen / Bildschön

Die Stiftung Presse-Haus NRZ und die Stiftung Lesen zeichneten am 30. November in Schwerin die diesjährigen Preisträger des Dietrich Oppenberg-Preises aus.

Prämiert wurden herausragende journalistische Beiträge zum Thema Lesekultur in Anwesenheit des Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Herr Minister Henry Tesch.

Den mit 2.500,- Euro dotierten ersten Platz des Dietrich Oppenberg Preises 2009 erhalten die Münchner Redakteure Iris Röll (39) und Michael Jupe (39) für ihre in FOCUS Schule erschienene Reportage „Zu Besuch beim Buch“. Laut Jury schildert der Text, wie „nur eine Fensterscheibe vom Pausenhof entfernt“ ein besonderer Ort Kinder für Bücher begeistert: die Schulbibliothek. So entstehe ein „authentisches Bild vom didaktischen Potenzial einer Einrichtung, die an deutschen Schulen unterrepräsentiert ist.“

11.11.2008

Der Dietrich-Oppenberg-Medienpreis 2008

8.12.2008 - Saarbrücken - Verleihung Dietrich Oppenberg-Medienpreis 2008 ©Stiftung Lesen / Bildschön

Für ihre essayistische Spurensuche in den amerikanischen Lese-Alltag „Die USA – ,a nation of avid readers´?" im Magazin „scripten 11” wurde die Berliner Journalistin Annette Zerpner aus Berlin mit dem ersten Preis des Dietrich Oppenberg-Medienpreises 2008 ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit der KMK-Präsidentin für 2008 und Saarländischen Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, Annegret Kramp- Karrenbauer, am 8. Dezember im Saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur in Saarbrücken statt. Die in Paris lebende Freie Journalistin Katharina Born belegte den zweiten Platz des Dietrich Oppenberg-Preises 2008. Ihre in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung erschienene Rezension „Bibliotherapie. Wie Georges-Arthur Goldschmidt über die Literatur zur Sprache zurückfand” thematisiert einen autobiographischen Essay des renommierten Autors und Übersetzers. Den dritten Preis erhielt der Bamberger Journalist Herbert Mackert für seinen in der Gesellschafter-Zeitung veröffentlichten Beitrag „Ohne Mitleidsschiene”.
Sein Thema: die Nürnberger Obdachlosenzeitung „Straßenkreuzer”. Mit dem Sonderpreis würdigt die Jury die in Düsseldorf lebende Journalistin und Autorin Dr. Mithu M. Sanyal, die aufgrund ihres herausragenden publizistischen Wirkens in diesem Themenbereich bereits zum dritten Mal den Oppenberg-Preis erhält. Ihr in WDR 5 „Scala” ausgestrahltes Hörfunk- Feature „Freunde mit Seitenzahlen – über das Leben mit Büchern” kommen passionierte Leser von 4 bis 84 Jahren zu Wort.


1. Platz
Annette Zerpner

„Die USA - ,a nation of avid readers’?" (erschienen in der
Zeitschrift scripten 11)

Eine lebendige Lesekultur widerspricht nicht dem „American Way of Life" – sie ist im Alltag vieler und sehr unterschiedlicher Milieus eng mit ihm verwoben. So lautet die Quintessenz von Annette Zerpners akribisch recherchierter, gleichwohl mit leichter Hand erzählter Spurensuche. Ihre herausragende Reportage leistet damit eine außerordentlich aufschlussreiche Positionsbestimmung der Buchkultur in einer von sozialen und politischen Widersprüchen geprägten Gesellschaft – nicht nur jenseits, sondern auch diesseits des Atlantik.

2. Platz
Katharina Born

„Bibliotherapie.Wie Georges-Arthur Goldschmidt über die Literatur zur
Sprache zurückfand" (erschienen in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung,
März 2008)

Katharina Borns Rezension von Georges-Arthur Goldschmidts autobiographischem Essay „Die Faust im Mund" ist ein überzeugendes Plädoyer für das Lesen – weit über das besprochene Buch hinaus. Mit großer sprachlicher Sensibilität im Wechselspiel von Zitat und pointierter Beschreibung vermittelt sie ein lebendiges Bild vom Werdegang eines Menschen, der in besonderer Weise Literatur als Lebens- und Überlebens-Mittel auffasste. Dieser rote Faden zieht sich von Goldschmidts Kindheit, die vom nationalsozialistischen Terror geprägt war, bis hin zu seinen späteren Arbeiten als international renommierter Erzähler und Übersetzer. Ein exemplarischer Text über Relevanz und Wirkung von Literatur.

3. Platz
Herbert Mackert

„Ohne Mitleidsschiene" (erschienen in der Gesellschafter-Zeitung, April 2008)

Mit seinem herausragenden Porträt der Nürnberger Publikation „Straßenkreuzer" lenkt Herbert Mackert den Blick auf eine publizistische Gattung, die gleich in mehrfacher Hinsicht besondere öffentliche Aufmerksamkeit verdient: die Obdachlosenzeitung. In einem ausgesprochen lebendigen Erzählstil vermittelt Mackert ein authentisches Bild von den Menschen, die ein solches Zeitungsprojekt möglich machen: engagierte Journalisten mit Gespür für soziale Anliegen – und nicht zuletzt die Obdachlosen selbst, die als Verkäufer dieser professionellen Produkte Selbstachtung zurückgewinnen. Eine Reportage, die den Konnex von Lesekultur und bürgerschaftlichem Engagement in exemplarischer Weise verdeutlicht.

Sonderpreis
Dr. Mithu M. Sanyal

„Freunde mit Seitenzahlen – Über das Leben mit Büchern"
(gesendet in WDR 5 „Scala - Kultur am Mittag" am 29. Februar 2008)

„Welten trennen Menschen, die ihre Bücher mit in die Badewanne nehmen, von denen, die das nicht tun", erklärt Dr. Mithu M. Sanyal zu Beginn ihres außergewöhnlichen Features – um im Folgenden eine ganze Reihe höchst individueller Freundschaften zwischen Mensch und Buch zu skizzieren. Mit viel dramaturgischem Gespür zu einer Zitatcollage arrangiert, kommen hier Leser im Alter von 4 bis 84 Jahren zu Wort: Mal verschämt, mal ostentativ bekennen sie sich zu ihrer Obsession. Ergänzt durch gründlich recherchierte
Hintergrundinformationen aus Literatur- und Zeitgeschichte, vermitteln diese Stimmen die Vielfalt der Gefühle, die Gedrucktes bei Bücher-Menschen auslösen kann. Ein faszinierendes Hör-Erlebnis zum Thema „Lese-Erlebnis”.

Preisträger und Jurymitglieder bei der Preisverleihung 2008 in Saarbrücken: (v. l. n. r.): Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ, die Preisträgerinnen Katharina Born, Annette Zerpner und Dr. Mithu Sanyal, Preisträger Herbert Mackert, Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes sowie Präsidentin der Kultusministerkonferenz für 2008.

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