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Vorlesestudie von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung

Zum Bundesweiten Vorlesetag führt die Stiftung Lesen gemeinsam mit DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung eine Studie mit wechselnden Themen zum Vorleseverhalten in Deutschland durch.

Sie finden hier Informationen und Downloadmöglichkeiten zu sämtlichen Studien der letzten Jahre. 

28.10.2014

Vorlesen macht Familien stark

Vorlesestudie 2014 zeigt: Vorlesen regt Gespräche an und fördert familiäre Bindungen

VorlesenderVater ©Olga Lyubkina

Die Vorlesestudien der vergangenen Jahre zeigen einen deutlichen Handlungsbedarf auf. Jedem dritten Kind in Deutschland wird zuhause nicht vorgelesen, damit fehlt ein zentraler und wichtiger Impuls für positive Entwicklungen, die im Zusammenhang mit dem Vorlesen nachweisbar sind.  Eltern müssen möglichst frühzeitig Impulse für das Vorlesen erhalten, um ein Bewusstsein zu schaffen, dass Väter ebenso wie Mütter vorlesen müssen.


Für die Sensibilisierung, Motivation und Aktivierung von Eltern, die ihren Kindern noch nicht oder selten vorlesen, dürften nach den vorliegenden Ergebnissen vor allem solche Programme und Maßnahmen greifen, die Mütter und Väter bei ihrem intuitiven und emotionalen Umgang mit den Kindern packen und das Vorlesen entsprechend erfahrbar machen. Die Vorlesestudie des Jahres 2014 hat solche Aspekte in den Mittelpunkt gestellt. Sie prüft, welche soziale und kommunikative Funktion das Vorlesen innerhalb der Familie hat, ob und in welcher Weise es Anlass zu Gesprächen gibt, Kindern (und Eltern) Anknüpfungspunkte bietet, aktuelle Themen, alltägliche wie auch grundlegende Fragen, Probleme und Konflikte anzusprechen und zu verarbeiten.


Die Vorlesestudie 2014 zeigt deutlich den stärkenden Charakter des Vorlesens in Familien. Vor dem Hintergrund sich ändernder Familienstrukturen hat das Vorlesen eine große Bedeutung für die familiäre Kommunikation: Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Eltern von Kindern zwischen zwei und acht Jahren gaben an, dass das Vorlesen über die Geschichten hinaus weitere Gespräche anstößt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Gespräche über alltägliche Themen, die das Kind beschäftigen (32 Prozent). Aber auch einschneidende Ereignisse werden mit Hilfe von Geschichten thematisiert, etwa Familienzuwachs, Umzug, Einschulung oder auch Trennung und Verlust.

Viele Eltern sind sich des Mehrwerts, den das Vorlesen für die familiäre Kommunikation bietet, bewusst. 41 Prozent sagen, dass sie Bücher und Geschichten gezielt einsetzen, um ihren Kindern beim Verarbeiten schwieriger Situationen zu helfen. Vom Vorlesen profitieren dabei sowohl die Eltern als auch die Kinder: Rund drei Viertel der Eltern (76 Prozent) genießen nach eigener Aussage die gemeinsame Zeit beim Vorlesen genauso wie ihre Kinder. Und auch die Kinder genießen das Vorlesen, fordern doch 70% das Vorlesen von ihren Eltern aktiv ein.

Dennoch ist das Vorlesen in vielen Familien noch kein fester Bestandteil des Alltags: 31 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern selten oder gar nicht vor. Sie verzichten damit auf einen zentralen Impuls, der die Familien über die Bindung zwischen Eltern und Kinder stärkt.

Die Ergebnisse der Vorlesestudie 2014 finden Sie im nebenstehenden Downloadbereich. 

28.10.2013

Vorlesestudie 2013

Neuvermessung der Vorleselandschaft

Logo VLT weißer Rand ©Stiftung Lesen

Ein Drittel der Eltern liest zu wenig vor

Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Neuvermessung der Vorleselandschaft“ zum Vorleseverhalten in Deutschland von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn, die am 28. Oktober 2013 in Berlin vorgestellt wurde. Die Vorlesestudie 2013 untersucht das familiäre Vorleseverhalten in Deutschland und vergleicht es mit den Ergebnissen der ersten Studie aus dem Jahr 2007. Die Vorstellung der Studie bildet zugleich den Auftakt zum zehnten Bundesweiten Vorlesetag, der am 15. November 2013 stattfindet.

In 30 Prozent der Familien mit Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren wird laut der Vorlesestudie selten oder gar nicht vorgelesen. Dies gilt weiterhin besonders für Haushalte aus bildungsfernen Schichten. Ebenso lesen Väter ihren Kindern deutlich seltener vor als Mütter: Während 29 Prozent der Mütter ihren Kindern täglich vorlesen, machen dies nur neun Prozent der Väter. „Das Vorlesen muss nach wie vor gefördert werden“, bilanziert Dr. Simone C. Ehmig. „Dass die Maßnahmen zur Förderung des Vorlesens greifen, zeigt der Vergleich der aktuellen Zahlen mit den Ergebnissen von 2007. Hier sehen wir eine positive Entwicklung.“

In Familien mit Kindern im Vorschulalter lesen heute sechs Prozent mehr Eltern vor als 2007. Vor allem bildungsferne Familien konnten durch Förderungsmaßnahmen erreicht werden. Die Zahl der regelmäßig vorlesenden Eltern stieg hier überdurchschnittlich um 14 Prozentpunkte von 67 Prozent auf 81 Prozent an. Insgesamt lesen auch mehr Väter ihren Kindern vor als noch vor sechs Jahren.

Die Präsentation der Pressekonferenz mit den zentralen Studienergebnissen finden Sie im Downloadbereich auf der rechten Seite.

15.08.2013

Vorlesen im Kinderalltag

Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und Vorlesepraxis in den Familien

Vorlesen im Kinderalltag ©Stiftung Lesen

Anlässlich des zehnten Bundesweiten Vorlesetags am 15. November 2013 fasst die Stiftung Lesen unter dem Titel „Vorlesen im Kinderalltag“ die Ergebnisse der Vorlesestudien von 2007 bis 2012 zusammen, ordnet sie in den Forschungskontext ein und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Leseförderung. 

Die zentrale Erkenntnis: Vorlesen wirkt. Es fördert nicht nur Fantasie, Kreativität und Empathie, sondern hat auch Auswirkungen auf die späteren Bildungschancen. Kindern, denen vorgelesen wurde, haben eine positive Einstellung zum Lesen, ihnen fällt das Lesenlernen leichter und sie haben später im Durchschnitt bessere Schulnoten (zwischen einer Achtel- und einer Viertel-Note) als Gleichaltrige, denen nicht vorgelesen wurde.

Die vollständige Publikation ist ausschließlich als PDF-Datei erhältlich, die Sie hier herunterladen können.

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