Lesen zu können ist im Hinblick auf gesellschaftliche Diskussionen oder demokratische Beteiligung immens wichtig. Denn nur wer Informationen verstehen, hinterfragen und einsortieren kann, ist gegen stumpfe Parolen gewappnet. Doch jeder fünfte Erwachsene in Deutschland kann nur Überschriften lesen und verstehen. Das ist im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Social Media für eine Gesellschaft brandgefährlich. Der Grundstein für das Lesenlernen wird schon ganz früh in der Kindheit gelegt.
Bildung ist in Deutschland abhängig vom Elternhaus. Wenn Kinder hier nicht gefördert werden können, starten sie mit einem großen Nachteil in ihr gesamtes Leben, den pädagogische Fachkräfte auch mit größter Motivation kaum ausgleichen können. Doch trotz belegbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist vielen Menschen gar nicht klar, wie groß der Einfluss von Vorlesen ist. Ob Eltern vorlesen oder nicht, hängt dabei viel mit den in der eigenen Kindheit gesammelten Vorleseerfahrungen zusammen. Verkürzt gesagt: Wurde mir nicht vorgelesen, lese ich sehr wahrscheinlich auch meinem Kind nicht vor. Freiwillig Engagierte können diesen Teufelskreislauf unterbrechen. Denn durch dich können Kinder Vorleseerfahrung sammeln, Freude am Lesen entwickeln und später selbst Kindern vorlesen.
Vorlesen ist also der erste Schritt aktiv an der Chancengerechtigkeit in Deutschland mitzuwirken! Ob langfristiges Engagement oder erst einmal ausprobieren, allein oder zu zweit: Ein Vorlese-Engagement ist vielseitig, regional und richtet sich nach dem eigenen Terminkalender.
Kein Problem! Wir unterstützten dich mit vielseitigen Angebote rund um das freiwillige Engagement – für jeden Wissens- und Erfahrungsstand.
Save The Date: Am 21. November ist Bundesweiter Vorlesetag.