Pressemeldung – Gute Ideen fürs Lesen verdienen eine Bühne und Rückenwind – beides bekommen sie vom Deutschen Lesepreis. Ab sofort können sich engagierte Personen oder Gruppen, Kitas, Schulen, Bibliotheken, Kommunen oder digitale Initiativen um den Preis bewerben. Die bundesweite Auszeichnung für Leseförderung wird seit 2013 von der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung vergeben und ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Gesucht werden Projekte und Menschen, die mit Ideen, Ausdauer und Begeisterung Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen machen – im Alltag, ehrenamtlich oder professionell. Der Deutsche Lesepreis wird unterstützt von den Partnern Arnulf Betzold GmbH, Deutsche Fernsehlotterie, Deutscher Städtetag, Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, PwC-Stiftung und Wort & Bild Verlag. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Juni 2026, eingereicht wird online über deutscher-lesepreis.de.
Der Deutsche Lesepreis wird in sechs Kategorien vergeben und zeigt seit vielen Jahren, wie vielfältig Leseförderung sein kann: von kleinen Ehrenamtsinitiativen bis hin zu größeren Schul- und Gemeindekonzepten. Jedes Jahr werden Projekte ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche beim Lesen oder Lesenlernen unterstützen und vor allem eines sind: nachahmbar. Denn nur praxistaugliche Ideen mit Vorbildcharakter können die Leseförderung langfristig im Alltag verankern und voranbringen.
„Die Lage der Leseförderung in Deutschland ist ernst. Viele Kinder und Jugendliche können längere Texte nicht mehr richtig verstehen. Als Bildungsland können wir das nicht einfach hinnehmen, sondern müssen ins Tun kommen – und das am besten seit gestern“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.
„Mit dem Deutschen Lesepreis stellen wir Menschen ins Rampenlicht, die Kindern und Jugendlichen neue Türen ins Lesen öffnen“, ergänzt Astrid Kießling-Taşkın, Mitinitiatorin des Preises und Vorständin der Commerzbank-Stiftung. „In 13 Jahren haben wir 175 Preisträgerinnen und Preisträger geehrt, die jeden Tag einen wichtigen Unterschied im Leben junger Menschen und für unsere Gesellschaft machen.“
Wer sich bewerben kann – und wie es funktioniert
Bewerben können sich alle, die in Deutschland das Lesen fördern. Projekte müssen in den Jahren 2025 oder 2026 umgesetzt worden sein. Die Bewerbung erfolgt online über www.deutscher-lesepreis.de. Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Juryverfahren von den Kategoriepartnerinnen und -partnern sowie erfahrenen Persönlichkeiten aus (Sozial-) Pädagogik, Literatur und kommunaler Arbeit; die Preisverleihung findet im Februar 2027 in Berlin statt.
Sechs Kategorien – ein Ziel: Lesen stärken
„Herausragendes individuelles Engagement“
Gefördert von der PwC-Stiftung werden in dieser Kategorie Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Leseförderung verdient gemacht haben: als ehrenamtlich Engagierte oder mit eigenen Leseförderungsideen, die sie für verschiedene Alters- und Zielgruppen initiiert und umgesetzt haben. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragendes kommunales Engagement“
Gefördert vom Deutschen Städtetag und der Deutschen Fernsehlotterie zeichnet diese Preiskategorie Organisationen wie Bibliotheken, Vereine, Unternehmen, Universitäten und kommunale Träger aus, die sich für die lokale Leseförderung verdient machen. Besonders berücksichtigt werden Projekte, die in Kooperation zwischen unterschiedlichen Institutionen erdacht und realisiert wurden. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“
Gefördert von der Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH werden in dieser Kategorie Kindertagesstätten geehrt, die der Vermittlung von Lesefreude und -interesse Raum geben. Dazu zählen die Ausstattung der Kitas mit Vorlesematerial und -orten, der alltägliche Umgang mit Geschichten, dialogische Vorleseangebote und der Austausch der pädagogischen Fachkräfte mit den Kindern und ihren Eltern. Preisgeld: 4.500 €.
„Herausragende Leseförderung an Schulen“
Gefördert von der Arnulf Betzold GmbH wird in dieser Kategorie schulisches Engagement zur Förderung von Lesefreude und -kompetenz prämiert. Fächerübergreifende Projekte im und außerhalb des Unterrichts, die Einrichtung eigener Leseräume sowie die Kooperation mit Eltern und außerschulischen Akteuren stehen dabei im Mittelpunkt. Preisgeld: 4.500 Euro.
„Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“
Gefördert vom Wort & Bild Verlag werden in dieser Kategorie Einzelpersonen, Bildungseinrichtungen und Institutionen ausgezeichnet, die digitale Medien nutzen, um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (neue) Zugänge zum Lesen zu eröffnen. Digitale Leseförderangebote können Apps und unterschiedliche Lesegeräte (Smartphone, Tablet, Computer) einbeziehen und eigenständig oder betreut genutzt werden. Preisgeld: 4.500 €.
„Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung für prominentes Engagement”
Die Commerzbank-Stiftung vergibt den „Sonderpreis für prominentes Engagement“ im Bereich der Leseförderung. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die durch ihre Popularität zeigt, was Lesen für den Einzelnen und die Gesellschaft bedeutet. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro geht an eine von der Preisträgerin oder dem Preisträger ausgewählte Einrichtung, die sich durch vorbildhaften Einsatz für die Leseförderung auszeichnet. Bewerbungen in dieser Kategorie sind nicht möglich. Die Auswahl treffen die beiden Initiatoren des Lesepreises gemeinsam mit Expertinnen und Experten.
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