20 Jahre „Zeitschriften in die Schulen“: Wie Zeitschriften Bildungschancen öffnen

11,3 Millionen Zeitschriften für 6,1 Millionen Schülerinnen und Schüler – die Erfolgsinitiative „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Lesen, des Gesamtverbands Pressegroßhandel e. V. (GVPG) und des Medienverbands der freien Presse e. V. (MVFP) kann nicht nur mit starken Zahlen aufwarten, sondern beweist sich als eine zentrale Stütze der Leseförderung. Aktuell erhalten erneut rund 9.000 Klassen an weiterführenden und beruflichen Schulen insgesamt über 400.000 Zeitschriften mit dem passenden Unterrichtsmaterial. Ein breites E-Paper-Angebot des Partners United Kiosk AG ergänzt das Print-Angebot. Hintergrund des Projekts: Junge Menschen mit Zeitschriften zum Lesen motivieren. In diesem Jahr feiert die Initiative gemeinsam mit Schirmfrau und Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth das 20. Jubiläum.

Mainz, 25. April 2023. Häufiges Lesen fördert die Lesekompetenz von jungen Menschen und legt damit den Grundstein dafür, Texte besser zu verstehen, sich deren Inhalte zu merken und mit bestehendem Wissen zu verknüpfen. Einen niederschwelligen und damit attraktiven Einstieg ins Lesen bieten Zeitschriften. Durch die aktuellen Themen und den kompakteren Wort-Bild-Anteil erreichen sie junge Menschen, die sich bislang noch nicht so sehr mit Lesen beschäftigt haben. Damit öffnet die Initiative „Zeitschriften in die Schulen“ den Bildungsweg für junge Menschen – in diesem Jahr mit über 400.000 kostenfreien Zeitschriften, die im Aktionszeitraum von vier Wochen an die Schulen geliefert werden. Schirmfrau und Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth: „Lesen ist der Schlüssel zur Bildung und gleichzeitig eine wichtige Grundkompetenz für eine lebendige Demokratie. Lesen erlaubt uns, vielfältige Quellen und Perspektiven zu erschließen, uns eine eigene Meinung zu bilden. Diese Initiative ist ein ganz wichtiger Baustein, der die jungen Menschen in ihrem Lebensalltag abholt und wirklich weiterbringt.“

Spürbarer Mehrwert – für Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte

„Ich habe bestimmt vier Stunden in der Zeitschrift ‚Feuerwehr‘ gelesen, so lange hatte ich noch nie was zum Lesen in der Hand.“, „Das hat wirklich Spaß gemacht und nun kenne ich viel mehr Zeitschriften.“, „Die Arbeit mit den Zeitschriften könnten wir öfter machen." – die Rückmeldungen aus der Schülerschaft zeigen, wie überrascht sie teilweise selbst davon sind, wie viel Spaß Lesen und Zeitschriften machen können. Das allein zeigt das Potenzial des Mediums Zeitschriften für die Leseförderung. Damit Lehrkräfte das volle Potenzial nutzen können, erhalten sie begleitendes, didaktisches Material der Stiftung Lesen. Die Erfahrung zeigt: Selbst Kinder und Jugendliche aus lesefernen Haushalten lassen sich begeistern. Kerstin Mohr, Lehrerin an der Anne-Frank-Realschule in Mainz: „Ich nehme seit vielen Jahren am Projekt ‚Zeitschriften in die Schulen‘ teil und sehe es als große Bereicherung gerade für bildungsferne oder leseungeübte Schülerinnen und Schüler. Im Unterricht bewähren sich unter anderem altersgerechte, wissenschaftsorientierte Zeitschriften für den Einsatz in gesellschaftskundlichen und naturwissenschaftlichen Fächern oder fremdsprachliche Titel im Englischunterricht. Jugendliche profitieren dazu von Nachrichtenmagazinen, die gesellschaftspolitische Hintergründe ausführlicher erläutern.“

Chancen für alle Beteiligte

Erfolgsprojekte wie „Zeitschriften in die Schulen“ beweisen, dass junge Menschen mit kreativen Wegen mehr Bildungschancen eröffnet werden können. Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme Stiftung Lesen: „Es gibt so viele spannende und informative Zeitschriften auf dem Markt, die Wissen vermitteln, unterhalten und eine echten Mehrwert für die demokratische Meinungsbildung bieten. Dass wir den Kindern und Jugendlichen seit 20 Jahren einen Zugang zu diesem Angebot bieten können, ist ein echter Gewinn für die Leseförderung. Mein Dank geht daher an unsere langjährigen Projektpartner und alle teilnehmenden Verlage, ohne die dieser Meilenstein nicht möglich wäre.“

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