Tag des Ehrenamts: Am 5. Dezember gilt die Aufmerksamkeit allen Freiwilligen

Fast 30 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Eine freiwillige Hilfe, die auch für die Leseförderung eine der wichtigsten Stützen ist. Ob einer Gruppe Kita-Kindern vorgelesen, mit Schulkindern lesen geübt oder mit älteren Menschen die Nachrichten der Zeitung besprochen wird – ohne das Ehrenamt blieben Tausende Geschichten unerzählt und Bildungschancen ungenutzt. „Wer sich freiwillig engagiert ist für mich eine echte Alltagsheldin oder -held. Gerade in der Arbeit mit Kindern ermöglichen sie Zukunftschancen, die es sonst so nicht geben würde. Dafür sage ich auch im Namen der Stiftung Lesen ‚Danke‘ an alle, die mit so viel Freude und Engagement Kinder und Jugendliche, aber auch Seniorinnen und Senioren unterstützen“, unterstreicht Unternehmerin Tijen Onaran, die selbst ehrenamtliche Lesebotschafterin ist, und das Gesicht des Ehrenamtportals der Stiftung Lesen.

© SARIPICTURE | SARAH DOMANDL

Lesen hat kein Alter. Ob Klein oder Groß – jede und jeder profitiert vom Lesen. Kinder und Jugendliche, in dem sie sich zum Beispiel empathisch in andere Charaktere einfühlen können oder auch lernen, Informationen zu verstehen und zu verarbeiten. Erwachsene oder auch ältere Menschen, indem sie das Zeitgeschehen verfolgen oder vom Alltag abschalten können. Aber gerade Jüngere, die noch nicht oder noch nicht gut lesen können, oder Seniorinnen und Senioren, bei denen die Sehkraft nachlässt, benötigen Unterstützung. Hilfe, die das direkte Umfeld manchmal nicht leisten kann. Ehrenamtliche sind deswegen wichtige gesellschaftliche Stützpfeiler, die Bildungschancen ermöglichen, Zusammenhalt schaffen und manchmal auch schlicht für eine gute, gemeinsame Zeit sorgen. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viele Menschen Zeit aus ihrem selbst oft vollen Alltag nehmen, um sich für andere einzusetzen. Das ist beeindruckend“, betont Lesebotschafterin Tijen Onaran.

Das richtige Engagement finden
Wer Lust hat, sich ehrenamtlich zu engagieren, der hat viele Möglichkeiten. Sowohl zeitlich als auch hinsichtlich der Aufgaben ist das Ehrenamt im Bereich Lesen sehr flexibel. Um Interessierten bei der Suche und Entscheidung zu helfen, hat die Stiftung Lesen einen kleinen Test entwickelt, mit dem rausgefunden werden kann, welche Art des Engagements einem besonders liegt. Zusätzlich zur Entscheidungshilfe hat das Portal zahlreiche Tipps auf Lager, die Helferinnen und Helfer auf ihrem Ehrenamtsweg unterstützen – mit Einsteigertipps, aber auch Ideen für echte Profis. All das findet sich im Ehrenamtportal der Stiftung Lesen unter www.stiftunglesen.de/ehrenamtliches-engagement-fürs-lesen. Dass alle Seiten vom Ehrenamt profitieren, zeigen viele Rückmeldungen von Ehrenamtlichen, wie zum Beispiel die von Maximilan R. und Nicole G.. Die beiden leiten seit Dezember 2010 das media.lab der Jugendeinrichtung JAMpoints in Schwerin, in dem sich Kinder und Jugendliche kreativ mit unterschiedlichen Medien ausprobieren können – vom Buch bis zur Kamera. Warum sie sich ehrenamtlich engagieren? Nicole G.: „Um kreative Ideen zu unterstützen und ihnen (den Kindern und Jugendlichen, Anm. d Red.) eine Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln und Form anzunehmen.“ Maximilian R. ergänzt: „Weil ich es mag, anderen Leuten zu helfen und Erfahrungen aus meinem Berufsalltag als Informatiker weiterzugeben.“

Kontakt

Laura Trost

PR-Managerin

Tel.: 06131-28890-69

laura.trost@stiftunglesen.de