PISA-Experte Prof. Dr. Samuel Greiff wird Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Lesen

| Pressemeldung

Porträt eines lächelnden Mannes mit Brille und hellblauem Hemd. Er steht mit verschränkten Armen in einem hellen Innenraum mit großen Fenstern.

© Andreas Heddergott

Pressemeldung – Der PISA-Schock sitzt tief: Rund ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland verfügt nicht über ausreichende Lesekompetenzen. Damit zeigt sich erneut, wie entscheidend Sprach- und Leseförderung sind. Internationale Vergleiche wie die PISA-Studie verdeutlichen dabei regelmäßig, wie eng in Deutschland soziale Herkunft und Bildungschancen miteinander verknüpft sind – und betonen vor allem, dass das so nicht sein muss. Die Stiftung Lesen freut sich deshalb, Prof. Dr. Samuel Greiff, Leiter des PISA National Center Deutschland und National Project Manager der PISA-Studie, als neues Mitglied ihres Wissenschaftlichen Beirats begrüßen zu dürfen. Mit seiner wissenschaftlichen Expertise wird Prof. Dr. Greiff die Stiftung künftig bei strategischen Fragestellungen begleiten und den Transfer aktueller Forschungserkenntnisse in die Praxis unterstützen.

Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Lesen vereint renommierte Expert*innen aus Forschung und Wissenschaft, die das Thema Lesen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Das interdisziplinär besetzte Gremium berät die Stiftung bei strategischen Fragen, ordnet aktuelle Studienergebnisse ein und fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Insbesondere die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine wissenschaftlich fundierte Einordnung von Entwicklungen im Bildungssystem ist. Mit Prof. Dr. Samuel Greiff verstärkt deshalb ein ausgewiesener Experte für internationale Bildungsvergleichsstudien ab sofort das Gremium.

Wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar machen
Prof. Dr. Greiff ist Professor für Educational Monitoring and Effectiveness an der Technischen Universität München sowie Vorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB). Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen internationale Bildungsvergleichsstudien, pädagogische Psychologie sowie digitale Bildung und künstliche Intelligenz. Als Leiter des PISA National Center Deutschland und National Project Manager der PISA-Studie verfügt er über umfassende Expertise in der Analyse von Bildungssystemen und Bildungsleistungen. Künftig wird er seine Erfahrungen in die Arbeit der Stiftung Lesen einbringen und dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse noch enger mit der aktiven Sprach- und Leseförderung zu verzahnen. „Frühe positive Erfahrungen mit Lesen können viel bewirken: Sie wecken Lesefreude und legen einen wichtigen Grundstein für den weiteren Bildungsweg. Diese Chance sollte jedes Kind haben, unabhängig von der sozialen Herkunft. Ich freue mich darauf, im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Lesen dazu beizutragen, wissenschaftliche Erkenntnisse für eine wirksame Leseförderung nutzbar zu machen“, sagt Prof. Dr. Greiff.

Leseförderung weiterentwickeln: evidenzbasiert, praxisnah und wirkungsorientiert 
Die aktuellen PISA-Ergebnisse machen deutlich, wie groß die Herausforderungen im Bereich der Leseförderung sind. Umso wichtiger sind fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse für die Arbeit der Stiftung Lesen. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, begrüßt die Verstärkung des Wissenschaftlichen Beirats daher ausdrücklich. „Die alarmierenden Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie zeigen einmal mehr, wie dringend notwendig wirksame Maßnahmen zur Sprach- und Leseförderung sind. Umso wichtiger ist es, unsere Arbeit auf eine verlässliche wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Mit Prof. Dr. Samuel Greiff gewinnen wir einen weiteren renommierten Experten für Bildungsmonitoring und internationale Vergleichsstudien. Seine Expertise wird uns dabei helfen, aktuelle Entwicklungen im Bildungsbereich wissenschaftlich einzuordnen und unsere Arbeit evidenzbasiert, praxisnah und wirkungsorientiert weiterzuentwickeln. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Über den Wissenschaftlichen Beirat
Der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Lesen begleitet die Arbeit der Stiftung mit fachlicher Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen. Sein Ziel ist es, aktuelle Forschungserkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen und die Wirksamkeit der Leseförderung weiter zu stärken. Denn Lesen ist eine Schlüsselkompetenz für Bildungserfolg, gesellschaftliche Teilhabe und eine zukunftsfähige Gesellschaft. Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören an:

  • Prof. Dr. Timm Albers, Universität Paderborn – Professor für inklusive Pädagogik, Profilbereich Transformation und Bildung
  • Prof. Dr. Yvonne Anders, Direktorin am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz und Mitglied im Aktionsrat Bildung
  • Prof. Dr. Cordula Artelt, Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Professorin für Bildungsforschung im Längsschnitt, Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LlfBi) und Leiterin des Nationalen Bildungspanels (NEPS) und Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Universität zu Köln (Prof. em.) – Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik, ehem. Direktor des Mercator Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz und ehem. Sprecher des Trägerkonsortiums der Initiative zum Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung (BiSS-Transfer)
  • Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll, Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP), Diplom-Psychologin, APL-Professorin für Psychologie an der LMU München
  • Dr. Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des SINUS-Instituts
  • Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser, Pädagogische Hochschule Karlsruhe - Professorin für Neuere deutsche Literatur und Literaturdidaktik
  • Prof. Dr. Greiff, Professor für Educational Monitoring and Effectiveness an der Technischen Universität München sowie Vorsitzender des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB)
  • Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Professor i.R. für Psychologie an der Goethe Universität Frankfurt – Direktor Abteilung Bildung und Entwicklung am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF)
  • (kooptiertes Mitglied) Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School Berlin – Senior Professor of Public Health and Education und Senior Expert am Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie
  • Prof. Dr. Arthur M. Jacobs, Freie Universität Berlin (Prof. em.) – Arbeitsbereich Allgemeine und Neurokognitive Psychologie
  • Prof. Dr. Gerhard Lauer, Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Professor für Buchwissenschaften und Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • Prof. Dr. Nele McElvany, TU Dortmund – Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS), Leiterin der internationalen Bildungsstudie PIRLS/IGLU und Mitglied beim Expertengremium Aktionsrat Bildung
  • Prof. Dr. Sven Nickel, Freie Universität Bozen – Professor für Early Literacy Education
  • Prof. Dr. Frank Niklas, Ludwig-Maximilians-Universität München – Professor für Pädagogische Psychologie und Familienforschung
  • Prof. Dr. Beatrice Rammstedt, Vorständin und Vizepräsidentin von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und Professorin für Psychologische Diagnostik, Umfragedesign und Methodik an der Universität Mannheim
  • Prof. Dr. Sascha Schroeder, Georg-August-Universität Göttingen – Professor für Pädagogische Psychologie
  • Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Professorin für Bevölkerungsökonomie an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz
  • Prof. Dr. Petra Stanat, Wissenschaftlicher Vorstand des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) und Professorin für Lehr-Lernforschung, Förderung und Evaluation (Pädagogische Psychologie) an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Sabine Walper, Vorstandsvorsitzende und Direktorin des Deutschen Jugendinstituts

Weitere Informationen zum Wissenschaftlichen Beirat hier.

Download Pressemeldung

Download Foto (© Andreas Heddergott)

Kontakt

Tina Kraft

PR & Kommunikationsmanagerin

Tel.: 06131-28890-54

tina.kraft@stiftunglesen.de

Nach oben scrollen
Jetzt spenden!